Forschungsprogramm

Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden

Hier finden Sie die Projekte des aktuellen Forschungsprogramms. Die genannten Projekte werden einzeln und sukzessive öffentlich durch eine Vergabebekanntmachung auf www.service.bund.de ausgeschrieben. Für Projekte, die sich in der Ausschreibungsphase befinden, können sich Interessenten auf www.service.bund.de über weitere Details informieren und über die e-Vergabe-Plattform des Bundes für die Bearbeitung des Projekts bewerben bzw. ein Angebot einsenden.

Das aktuelle Forschungsprogramm 2019/2020 können Sie hier komplett einsehen: Forschungsprogramm 2019/2020.

Die Ergebnisse abgeschlossener Projekte können Sie auf der Seite Forschungsergebnisse einsehen.

Diese Vorhaben befinden sich derzeit in Bearbeitung:

Projekt-Nr.Thema
70.0898/2013
Vergabephase
Ex-post- Evaluierung gesetzlicher Regelungen und Instrumente zur Herstellung der Barrierefreiheit im Bereich Verkehr

Die Verwirklichung vollumfassender Teilhabe von Menschen mit Behinderungen als Grundlage eines selbstbestimmten Lebens ist eine zentrale Herausforderung für Politik und Gesellschaft. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich in besonderer Weise dem Ziel verpflichtet, die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft und die Integration in die Gesellschaft zu fördern und zu stärken.

Um die Wirkungen gesetzlicher Regelungen in der Praxis zu überprüfen, sollen die Wirkungen der den Bereich Bau und Verkehr betreffenden Regelungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) evaluiert werden. Ziel der Studie ist eine umfassende und systematische Analyse der Auswirkungen der mit dem BGG verbundenen Änderungen von Gesetzen, Normen, Vorschriften, Regelungen und Instrumenten (z. B. Nahverkehrspläne, Zielvereinbarungen) etc. hinsichtlich der praktischen Umsetzung zur Herstellung der Barrierefreiheit.

70.0948/2017
Vergabephase
Potenziale bei der Digitalisierung der Unfallaufnahme bei Unfälle mit Straßenbahnen

Seit vielen Jahren ist ein Kernziel der Bundesregierung die Verkehrssicherheit zu verbessern und die Anzahl der Straßenverkehrsunfälle zu reduzieren, um so die Zahl der Verletzten und Getöteten zu reduzieren. Eine widersprüchliche und fehlerbehaftete Unfallaufnahme und -datenerfassung bei Straßenbahnunfällen erschwert eine gezielte und effektive Maßnahmenbildung.

Ziel der Studie ist es,

  • die Aufnahme und Bearbeitung von Unfällen mit Straßenbahnen bei den betroffenen Verkehrsunternehmen zu standardisieren und zu digitalisieren und
  • die Schnittstellen zur polizeilichen Unfallaufnahme zu definieren, um die unterschiedlichen Datensätze für eine umfassende und zielführende Unfallanalyse zusammenzuführen und vereinheitlichen zu können.

 

70.0965/2019
Vergabephase
Verkehrskultur und Verkehrsmarketing

Dieses Projekt untersucht, wie der urbane Raum mit seinen begrenzten Flächen im Sinne der Mobilitätswende fahrradfreundlicher gestaltet werden kann. Ziel ist es, sowohl etablierte als auch innovative Infrastrukturmaßnahmen (ggf. in Kombination mit begleitenden Kampagnen o. Ä.) daraufhin zu prüfen, inwiefern sie zu einer Erhöhung des Radverkehrs und einer Reduktion des MIV beitragen können. Zum einem sollen sowohl Maßnahmen analysiert werden, die auf gemeinsam genutzten Verkehrsflächen zu einem besseren Miteinander zwischen Radfahrenden und MIV beitragen. Zum anderen sind auch Maßnahmen von Interesse, die auf eine Verkehrsflächenaufteilung zugunsten des Radverkehrs abzielen.

Es sollen nationale und internationale Infrastrukturmaßnahmen zur Förderung des Radverkehrs im begrenzten Straßenraum zusammengestellt werden. Diese sollen mit einer Bewertungsmethodik verglichen werden, die sowohl objektive (z. B. Rad-/Kfz-Verkehrsstärken, regelkonformes Verhalten, Unfallgeschehen) als auch subjektive Kriterien (z. B. wahrgenommene Sicherheit, Komfort und Akzeptanz der Radfahrenden) berücksichtigt. Aus den Untersuchungsergebnissen werden Umsetzungsempfehlungen abgeleitet und in einem Ergebnisdokument publiziert.

70.0969/2019
Vergabephase
Integration automatisierter Verkehrsmittel in den städtischen öffentlichen Raum

Das automatisierte und vernetzte Fahren (avF) soll den städtischen Verkehr sicherer, komfortabler, effizienter und umweltverträglicher machen. Dem stehen jedoch Befürchtungen entgegen, dass die Stadt wieder autogerechter wird. Die Chancen des automatisierten und vernetzten Fahrens werden davon abhängen, dass Straßen und Plätze auch künftig als Orte vielfältiger sozialer, kultureller und auch wirtschaftlicher Aktivitäten nutzbar sind, die Integration neuer Technologien in diesem Kontext gelingt und das Ziel einer Stadt der kurzen Wege unterstützt.

Das Ziel dieser Studie ist es, ein Handbuch über avF zu erstellen. Das Handbuch soll den Kommunen einen Überblick über den Status quo und zukünftige Entwicklungen verschaffen und bei der Entwicklung einer Strategie gegenüber dem avF unterstützen. Es sollen typische Probleme und Herausforderungen der Stadt- und Verkehrsplanung im Zusammenhang mit dem avF untersucht werden.

70.0981/2019
Vergabephase
Auswirkungen von Radschnellwegen

Radschnellverbindungen (RSV) sind qualitativ hochwertige und leistungsstarke Infrastrukturelemente, die insbesondere für Pendelverflechtungen von bis zu ca. 15 km eine attraktive Mobilitätsalternative zum PKW sind. Beispiele aus den Niederlanden oder Dänemark zeigen, dass diese hochwertige Form der Radverkehrsinfrastruktur im Alltagsverkehr sehr gut angenommen wird. In Deutschland sind bisher nur wenige Streckenabschnitte dieser hochwertigen Radinfrastruktur gebaut worden.

Ziel der Studie ist es, den aktuellen Umsetzungsstand von RSV in Deutschland zu ermitteln. Darauf aufbauend sollen quantifizierbare Aussagen zu den gesamtverkehrlichen Auswirkungen von RSV in Deutschland für drei unterschiedliche Zeithorizonte (2020, 2030 und 2040) erarbeitet werden. Weiterhin sind die Effekte und Wechselwirkungen von RSV auf die jeweiligen städtischen und regionalen Entwicklungen zu beurteilen. Anhand von ausgewählten Fallbeispielen soll aufgezeigt werden, wie die neue Infrastruktur in das bestehende Netz eingebunden wird und welche unterschiedlichen verkehrlichen und städtebaulichen Integrationsansätze und Flächennutzungsansprüche im Einzugsgebiet der RSV vorliegen.

70.0982/2019
Vergabephase
Integration urbaner Seilbahnen in den ÖPNV

Der Verkehr in Städten und Ballungsräumen stößt zunehmend an seine Grenzen. Angesichts des unvermindert hohen motorisierten Individualverkehrs gewinnt die urbane Seilbahn in Städten als Ergänzung zum ÖPNV zunehmend an Bedeutung. Derzeit gibt es in zahlreichen Städten Deutschlands Planungen zum Bau von urbanen Seilbahnanlagen. Viele Städte stehen vor ähnlichen Problemstellungen und Herausforderungen einer verkehrsplanerischen und städtebaulichen Integration.

Ziel der Studie ist es,

  • allgemeingültige und übertragbare Planungsgrundlagen für die stadt- und verkehrsplanerische Integration urbaner Seilbahnprojekte zu schaffen und
  • einen Leitfaden für die Realisierung urbaner Seilbahnen als Bestandteil des ÖPNV zu erarbeiten.

Dabei werden Potenziale, Hemmnisse, Möglichkeiten und Lösungswege für eine städtebauliche Integration und verkehrsplanerische Implementierung urbaner Seilbahnen bzw. urbaner Seilbahnsysteme aufgezeigt.

77.0516/2019
Vergabephase
Verfahren für die Engpass- und Mängelanalyse im städtischen Hauptverkehrsstraßennetz

Die Qualität des Verkehrsablaufs in Städten wird von der Gestaltung des Verkehrswegenetzes, der Verkehrsregelung/-steuerung und der Verkehrsnachfrage beeinflusst. Eine hohe Verkehrsnachfrage in der Hauptverkehrszeit führt in vielen Städten zu einer hohen Belastung der Knotenpunkte. Folgen davon sind Rückstaus, Stop & Go-Verkehr, der zu Zeitverlusten sowie erhöhten Emissionen führt. Aufgabe des Vorhabens ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das unter Nutzung allgemein zugänglicher, kommerzieller Fahrtzeitdaten Engpässe im Netz lokalisiert und Mängelursachen identifiziert. Die Bewertung der Mängel soll mit den Ansätzen der „Richtlinien für die integrierte Netzgestaltung“ (RIN) und des „Handbuchs für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen“ (HBS) erfolgen. Durch die zunehmende Verfügbarkeit von Floating Car Data (FCD) ergeben sich alternative Möglichkeiten zur Beurteilung der Angebotsqualität und zu Engpassanalysen in städtischen Straßennetzen. Allerdings fehlen in der Planungspraxis bisher Vorgaben zum Umgang mit FCD im Hinblick auf die Anforderungen und die Verarbeitung.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es aufzuzeigen, wie die Datenquelle FCD für eine Engpassanalyse genutzt werden kann. Die Forschungsergebnisse sollen eine effizientere und praxistauglichere Möglichkeit zur Überprüfung der Erreichbarkeitsziele gemäß den RIN ermöglichen und eine Ergänzung der bisher im HBS beschriebenen Verfahren für Netzabschnitte bieten.

70.0906/2016
Laufend
Untersuchung von Veränderungen im gewerblichen Lieferverkehr sowie die Entwicklung von Lösungen und logistischer Konzepte für Musterregionen und -städte

Der gewerbliche Lieferverkehr in Städten ist hinsichtlich Art und Umfang der zu transportierenden, gewerblichen Güter einem Wandel unterworfen. So nimmt der gewerbliche Lieferverkehr bedingt durch eine Zunahme im Sendungsvolumen bei Kurier-Express-Paketdiensten (KEP) deutlich zu. Insbesondere das Wachstum des E-Commerce wirkt sich auf den gewerblichen Lieferverkehr aus. Der elektronische Handel führt einerseits voraussichtlich zu einer Zunahme des gewerblichen Lieferverkehrs, andererseits trägt er möglicherweise aber dazu bei, dass motorisierte Individualverkehre, z.B. für den Fahrtzweck Einkaufen, reduziert werden können.

Welche Einflüsse und verkehrlichen Auswirkungen diese Veränderungsprozesse auf gewerblichen Lieferverkehr haben, ist bisher wenig erforscht. In dem Forschungsvorhaben werden die verkehrlichen Wirkungen der o.g. Veränderungsprozesse untersucht. Auf dieser Grundlage werden Optionen erörtert, wie logistische Prozesse optimiert werden können.

70.0907/2015
Laufend
Akzeptanz und Verkehrssicherheit des Radverkehrs im Mischverkehr mit Kraftfahrzeugen auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen

Den Kommunen fehlen bislang abgesicherte Empfehlungen, wie Radverkehr im Mischverkehr mit Kraftfahrzeugen auf Hauptverkehrsstraßen sicher und kostengünstig im Mischverkehr geführt werden kann. Folgende offene Fragen sollen durch das Projekt geklärt werden:

  • Unter welchen Umständen nutzt ein großer Anteil der Radfahrer die Fahrbahn, unter welchen Umständen meiden Radfahrer die Fahrbahn durch (illegale) Gehwegnutzung?
  • Welche Empfehlungen für die Radverkehrsführung und andere Maßnahmen können für bestehende Hauptverkehrsstraßen gegeben werden, für die nach jetzigen Empfehlungen kaum abgesicherte Maßnahmen und Umgestaltungsoptionen zur Verfügung stehen?
  • Wie sind Unfalldichten, Unfallkostendichten, Unfallraten und Unfallkostenraten? Wie wird die subjektive Sicherheit von den Nutzern eingeschätzt?
  • Was sind typische Unfallkonstellationen und welche Maßnahmen können den typischen Unfallkonstellationen entgegenwirken?
  • Welche neuen Ansätze der Gestaltung oder Markierung können infrage kommen bzw. werden in nationalen und internationalen Forschungsprojekten untersucht?

Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, bestehende Hauptverkehrsstraßen ohne aufwendige Umbauten für den Radverkehr sicherer zu machen. Die Erkenntnisse sollen in die Fortschreibung der technischen Regelwerke einfließen (Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen 2006 und Empfehlungen für Radverkehrsanlagen 2010).

70.0930/2017
Laufend
Mobilität im ländlichen Raum

Ausgangspunkt für dieses Forschungsprojekt ist das BMVI-Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ (siehe www.modellvorhaben-versorgung-mobilitaet.de). In diesem bundesweiten Modellvorhaben erarbeiten 18 Modellregionen bis Frühjahr 2018 Gesamtkonzepte, mit denen in Zukunft sowohl die Daseinsvorsorge und Nahversorgung als auch die Mobilität gewährleistet werden kann. Erreichbarkeiten soll durch ein abgestimmtes integriertes Mobilitätskonzept gewährleistet werden. Dieses soll herkömmliche Angebote und Strukturen des ÖPNV mit innovativen flexiblen Mobilitätsangeboten kombinieren und öffentliche, privatwirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteure einbinden. Ziel ist ein flexibler Mix an Mobilitätsangeboten, mit dem die Menschen die regionalen Versorgungsorte, die zugleich die Funktion von Mobilitätsknotenpunkten übernehmen, mit einem vertretbaren zeitlichen und finanziellen Aufwand erreichen können.

In diesem Forschungsprojekt soll untersucht werden, wie die Mobilitätskonzepte konkret in die Praxis umgesetzt werden können, welche Herausforderungen und Hürden sich stellen und wie Übertragungsmöglichkeiten auf andere ländliche Räume zu konzipieren sind. Dazu soll eine differenzierte Raumtypologie für vom demografischen Wandel besonders betroffene ländliche Räume entwickelt, ausgewählte Pilotregionen bei der konkreten Umsetzung ihrer Mobilitätskonzepte begleitet und darauf aufbauend Muster-Umsetzungskonzepte für repräsentative Raumtypen dieser besonderen ländlichen Räume erarbeitet werden.

70.0936/2017
Laufend
Deutsches Mobilitätspanel (MOP) – Erhebung der Kohorte 2017

Für die Entwicklung geeigneter politischer Maßnahmen und für zielgenaue Investitionen ist die Verkehrspolitik und -planung auf zuverlässige und aktuelle Informationen hinsichtlich der Wahl und Nutzung von Verkehrsmitteln angewiesen. Die statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellen ein breites Datenangebot zum Güterkraftverkehr und zum Fahrzeugbestand zur Verfügung. Die Mobilität privater Haushalte und der Wirtschaftsverkehr mit kleineren Lkw und Pkw werden durch die amtliche Statistik jedoch nicht erfasst. Um Bürger, Unternehmen und den Finanzhaushalt möglichst wenig zu belasten, wurde ein Bausteinsystem sich ergänzender repräsentativer Erhebungen entwickelt. Die zentralen Bausteine für den Bereich der privaten Mobilität sind die Erhebungen

  • „Mobilität in Deutschland“ (MiD) sowie
  • „Deutsches Mobilitätspanel“ (MOP).

Das Deutsche Mobilitätspanel ist eine bundesweite Repräsentativbefragung von privaten Haushalten zur Alltagsmobilität sowie zu Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuchen (vgl. www.mobilitaetspanel.de). Es umfasst eine rotierende Panelstichprobe aus drei etwa gleichstarken Kohorten, die jeweils drei Jahre im Panel verbleiben. Jährlich scheidet eine der Kohorten aus dem Panel aus und wird durch eine neu anzuwerbende ersetzt. Das Deutsche Mobilitätspanel wird seit 1994 jährlich durchgeführt. Die befragten Haushalte und Personen zeichnen ihre Mobilität eine Woche in einem Tagebuch auf.

Ziel dieses Auftrages ist es, die Mobilität einer Erhebungskohorte über drei Jahre zu erfassen und die erhobenen Daten dem mit der wissenschaftlichen Betreuung und Analyse beauftragtem Institut für inhaltliche Plausibilisierungen zur Verfügung zu stellen.

70.0937/2018
Laufend
Deutsches Mobilitätspanel (MOP) – Erhebung der Kohorte 2018

Für die Entwicklung geeigneter politischer Maßnahmen und für zielgenaue Investitionen ist die Verkehrspolitik und -planung auf zuverlässige und aktuelle Informationen hinsichtlich der Wahl und Nutzung von Verkehrsmitteln angewiesen. Die statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellen ein breites Datenangebot zum Güterkraftverkehr und zum Fahrzeugbestand zur Verfügung. Die Mobilität privater Haushalte und der Wirtschaftsverkehr mit kleineren Lkw und Pkw werden durch die amtliche Statistik jedoch nicht erfasst. Um Bürger, Unternehmen und den Finanzhaushalt möglichst wenig zu belasten, wurde ein Bausteinsystem sich ergänzender repräsentativer Erhebungen entwickelt. Die zentralen Bausteine für den Bereich der privaten Mobilität sind die Erhebungen

  • „Mobilität in Deutschland“ (MiD) sowie
  • „Deutsches Mobilitätspanel“ (MOP).

Das Deutsche Mobilitätspanel ist eine bundesweite Repräsentativbefragung von privaten Haushalten zur Alltagsmobilität sowie zu Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuchen (vgl. www.mobilitaetspanel.de). Es umfasst eine rotierende Panelstichprobe aus drei etwa gleichstarken Kohorten, die jeweils drei Jahre im Panel verbleiben. Jährlich scheidet eine der Kohorten aus dem Panel aus und wird durch eine neu anzuwerbende ersetzt. Das Deutsche Mobilitätspanel wird seit 1994 jährlich durchgeführt. Die befragten Haushalte und Personen zeichnen ihre Mobilität eine Woche in einem Tagebuch auf.

Ziel dieses Auftrages ist es, die Mobilität einer Erhebungskohorte über drei Jahre zu erfassen und die erhobenen Daten dem mit der wissenschaftlichen Betreuung und Analyse beauftragtem Institut für inhaltliche Plausibilisierungen zur Verfügung zu stellen.

70.0944/2017
Laufend
Entwicklung der Kostendeckung im ÖPNV und die Finanzleistung der öffentlichen Hand für den ÖPNV

Der Deutsche Bundestag hat mit Beschluss vom 10.06.1976 die Bundesregierung beauftragt, in regelmäßigen Abständen über die Entwicklung der Kostendeckung im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und die Finanzleistungen der öffentlichen Hand für den ÖPNV zu berichten. Der zuletzt vorgelegte 7. Bericht über die Entwicklung der Kostendeckung (Bundestagsdrucksache 18/8180) basiert auf den Daten des Jahres 2012 und einem Berichtszeitraum von 2005 bis 2012.

Ziel der Studie ist es, in dem 8. Bericht die Entwicklung der Kostendeckung im ÖPNV sowie die Entwicklung der Finanzierungsleistungen der öffentlichen Hand und ihren Beitrag zur Kostendeckung für den Zeitraum ab 2012 zu ermitteln, aufzubereiten und zu analysieren.

70.0951/2018
Laufend
Validierung der Methodik zur Schätzung von Fahrtenmatrizen des Pkw-Verkehrs und des Lkw-Verkehrs mittels Floating Car Data

Im FE-Vorhaben 97.372/2016 „Bundesweite Verkehrsverflechtung 2015 im motorisierten Individualverkehr (MIV) – Analysen auf Basis mobilfunk- und/oder satellitengestützter Daten“ wurde eine Methodik entwickelt, mit der Floating Car Data (FCD) aus unterschiedlichen Quellen aufbereitet und Quell-Ziel-Beziehungen für Pkw- und Lkw-Fahrten zwischen den BBSR-Prognoseräumen geschätzt wurden. Dazu wurden FCD des Jahres 2015 verwendet. Die Ergebnisse wurden in Form von Matrizen auf Prognoseräume jeweils in den Dimensionen [Personenfahrten/a], [Pkw-Fahrten/a] und [Lkw-Fahrten/a] bereitgestellt. Zwei grundlegende Probleme der FCD-gestützten Matrixschätzung sind das Erkennen möglicher systematischer Schiefen im zugrundeliegenden Datensatz sowie die gebundene Hochrechnung auf die Grundgesamtheit aller Fahrten. Als Vergleichsmöglichkeit liegt nur die im Rahmen der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplanes erarbeitete Verkehrsprognose 2030 vor. Darüber hinaus konnten u.a. die bundesweiten Erhebungen „Mobilität in Deutschland“ (MiD), „Kraftfahrzeugverkehr in Deutschland“ (KiD) und „Fahrleistungserhebung“ (FLE) zur Kalibrierung der FCD-Matrizen genutzt werden.

Zielsetzung des vorliegenden Vorhabens ist es, anhand eines FCD-Datensatzes des Jahres 2017 die entwickelten Methoden der Matrixschätzung zu überprüfen und zu klären, inwieweit die räumliche Verteilung des Verkehrs stabil bleibt. Daraus sollen Empfehlungen abgeleitet werden, ob und ggf. in welchen zeitlichen Abständen FCD zur Schätzung von bundesweiten Verkehrsverflechtungen herangezogen werden sollten. Außerdem ist aufbauend auf den Erkenntnissen des FE 97.372/2016 die geografische Gitterzelle als geeignetes Raumaggregat zu überprüfen. Es soll geklärt werden, welche (ggf. dynamische) Gitterzellengröße für die Schätzung der Verflechtungen in Frage kommt, um sowohl den Anforderungen an die statistische Genauigkeit und Sicherheit als auf der wünschenswerten kleinräumigen Differenzierung der Verflechtungen gerecht zu werden.

70.0952/2019
Laufend
Deutsches Mobilitätspanel (MOP) – Wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der Erhebungswellen 2019 - 2020

Für die Entwicklung geeigneter politischer Maßnahmen und für zielgenaue Investitionen ist die Verkehrspolitik und -planung auf zuverlässige und aktuelle Informationen hinsichtlich der Wahl und Nutzung von Verkehrsmitteln angewiesen. Die statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellen ein breites Datenangebot zum Güterkraftverkehr und zum Fahrzeugbestand zur Verfügung. Die Mobilität privater Haushalte und der Wirtschaftsverkehr mit kleineren Lkw und Pkw werden durch die amtliche Statistik jedoch nicht erfasst. Um Bürger, Unternehmen und den Finanzhaushalt möglichst wenig zu belasten, wurde ein Bausteinsystem sich ergänzender repräsentativer Erhebungen entwickelt. Die zentralen Bausteine für den Bereich der privaten Mobilität sind die Erhebungen

  • „Mobilität in Deutschland“ (MiD) sowie
  • „Deutsches Mobilitätspanel“ (MOP).

Das Deutsche Mobilitätspanel ist eine bundesweite Repräsentativbefragung von privaten Haushalten zur Alltagsmobilität sowie zu Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuchen (vgl. www.mobilitaetspanel.de). Es umfasst eine rotierende Panelstichprobe aus drei etwa gleichstarken Kohorten, die jeweils drei Jahre im Panel verbleiben. Jährlich scheidet eine der Kohorten aus dem Panel aus und wird durch eine neu anzuwerbende ersetzt. Das Deutsche Mobilitätspanel wird seit 1994 jährlich durchgeführt. Die befragten Haushalte und Personen zeichnen ihre Mobilität eine Woche in einem Tagebuch auf.

Ziel dieses Auftrages ist es, die Mobilität einer Erhebungskohorte über drei Jahre zu erfassen und die erhobenen Daten dem mit der wissenschaftlichen Betreuung und Analyse beauftragtem Institut für inhaltliche Plausibilisierungen zur Verfügung zu stellen.

70.0953/2019
Laufend
Deutsches Mobilitätspanel (MOP) - Erhebung der Alltagsmobilität sowie der Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuche für die Kohorte 2019

Für die Entwicklung geeigneter politischer Maßnahmen und für zielgenaue Investitionen ist die Verkehrspolitik und -planung auf zuverlässige und aktuelle Informationen hinsichtlich der Wahl und Nutzung von Verkehrsmitteln angewiesen. Die statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellen ein breites Datenangebot zum Güterkraftverkehr und zum Fahrzeugbestand zur Verfügung. Die Mobilität privater Haushalte und der Wirtschaftsverkehr mit kleineren Lkw und Pkw werden durch die amtliche Statistik jedoch nicht erfasst. Um Bürger, Unternehmen und den Finanzhaushalt möglichst wenig zu belasten, wurde ein Bausteinsystem sich ergänzender repräsentativer Erhebungen entwickelt. Die zentralen Bausteine für den Bereich der privaten Mobilität sind die Erhebungen

  • „Mobilität in Deutschland“ (MiD) sowie
  • „Deutsches Mobilitätspanel“ (MOP).

Das Deutsche Mobilitätspanel ist eine bundesweite Repräsentativbefragung von privaten Haushalten zur Alltagsmobilität sowie zu Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuchen (vgl. www.mobilitaetspanel.de). Es umfasst eine rotierende Panelstichprobe aus drei etwa gleichstarken Kohorten, die jeweils drei Jahre im Panel verbleiben. Jährlich scheidet eine der Kohorten aus dem Panel aus und wird durch eine neu anzuwerbende ersetzt. Das Deutsche Mobilitätspanel wird seit 1994 jährlich durchgeführt. Die befragten Haushalte und Personen zeichnen ihre Mobilität eine Woche in einem Tagebuch auf.

Ziel dieses Auftrages ist es, die Mobilität einer Erhebungskohorte über drei Jahre zu erfassen und die erhobenen Daten dem mit der wissenschaftlichen Betreuung und Analyse beauftragtem Institut für inhaltliche Plausibilisierungen zur Verfügung zu stellen.

70.0968/2019
Laufend
Wirkungen neuer Mobilitätsformen auf das Verkehrsverhalten 2013-2017

Die Entwicklung alternativer bzw. neuer Mobilitätsformen ist in den letzten Jahren sehr dynamisch verlaufen. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien haben zum Bedeutungsgewinn der neuen Mobilitätsformen beigetragen. Außerdem sind in den letzten Jahren neue Antriebstechnologien auf den Markt gekommen, die neben dem PKW die Fahrräder (Pedelec und E-Bike) und die Mikromobilität (Kleinfahrzeugen wie E-Roller, E-Skateboards etc.) elektrifizieren. Daneben erweitert sich das in den Städten weitestgehend etablierte Car-, Roller- und Bikesharing um E-Scooter-Sharing.

Ziel der Studie ist es, Strukturen und die Entwicklung der neuen Mobilitätsformen und deren Beitrag und Potenziale für eine nachhaltige Gestaltung der Alltagsmobilität zu analysieren. Dabei ist das Mobilitätsverhalten der verschiedenen Nutzergruppen neuer Mobilitätsformen mit dem Mobilitätsverhalten der Gesamtbevölkerung zu vergleichen und nach unterschiedlichen Städten und Siedlungsräumen zu differenzieren.

70.0970/2019
Laufend
Leistungssteigerung städtischer Straßennetze infolge der Automatisierung des Straßenverkehrs

Mit der „Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren – Leitanbieter bleiben, Leitmarkt werden, Regelbetrieb einleiten“ (Strategie AVF) hat die Bundesregierung im September 2015 wichtige Leitlinien auf den Weg gebracht, um den Straßenverkehr der Zukunft zu gestalten. Durch eine konsequente Umsetzung der Strategie AVF erschließt die Bundesregierung die Potenziale der Technologien des automatisierten und vernetzten Fahrens (AVF) zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und -effizienz, zur Reduzierung mobilitätsbedingter Emissionen und zur Stärkung des Innovations- und Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Die in den nächsten Jahrzehnten einsetzende Entwicklung vom handgesteuerten Auto hin zum selbstfahrenden Auto kann die Kapazität städtischer Straßennetze erhöhen. Die Studie zielt auf eine Simulation von Kapazitätsveränderungen von städtischer Straßeninfrastruktur unter Berücksichtigung der Durchdringung von autonomen und vernetzten Fahrzeugen im Straßenverkehr auf Basis geeigneter Verkehrsmodellierungen. Somit sollen Effizienzsteigerungen der Straßennetze infolge autonom fahrender Autos in der Verkehrsplanung angemessen berücksichtigen werden können.

70.0978/2019
Laufend
Deutsches Mobilitätspanel (MOP) - Erhebung der Alltagsmobilität sowie der Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuche für die Kohorte 2020

Für die Entwicklung geeigneter politischer Maßnahmen und für zielgenaue Investitionen ist die Verkehrspolitik und -planung auf zuverlässige und aktuelle Informationen hinsichtlich der Wahl und Nutzung von Verkehrsmitteln angewiesen. Die statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellen ein breites Datenangebot zum Güterkraftverkehr und zum Fahrzeugbestand zur Verfügung. Die Mobilität privater Haushalte und der Wirtschaftsverkehr mit kleineren Lkw und Pkw werden durch die amtliche Statistik jedoch nicht erfasst. Um Bürger, Unternehmen und den Finanzhaushalt möglichst wenig zu belasten, wurde ein Bausteinsystem sich ergänzender repräsentativer Erhebungen entwickelt. Die zentralen Bausteine für den Bereich der privaten Mobilität sind die Erhebungen

  • „Mobilität in Deutschland“ (MiD) sowie
  • „Deutsches Mobilitätspanel“ (MOP).

Das Deutsche Mobilitätspanel ist eine bundesweite Repräsentativbefragung von privaten Haushalten zur Alltagsmobilität sowie zu Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuchen (vgl. www.mobilitaetspanel.de). Es umfasst eine rotierende Panelstichprobe aus drei etwa gleichstarken Kohorten, die jeweils drei Jahre im Panel verbleiben. Jährlich scheidet eine der Kohorten aus dem Panel aus und wird durch eine neu anzuwerbende ersetzt. Das Deutsche Mobilitätspanel wird seit 1994 jährlich durchgeführt. Die befragten Haushalte und Personen zeichnen ihre Mobilität eine Woche in einem Tagebuch auf.

Ziel dieses Auftrages ist es, die Mobilität einer Erhebungskohorte über drei Jahre zu erfassen und die erhobenen Daten dem mit der wissenschaftlichen Betreuung und Analyse beauftragtem Institut für inhaltliche Plausibilisierungen zur Verfügung zu stellen.

77.0510/2017
Laufend
Generelle Methodik zur Abschnittsbildung bei der Erhaltung kommunaler Straßen

Aufgabe der kommunalen Baulastträger ist es, den wirtschaftlichen Werterhalt sowie die Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeit und Verkehrssicherheit der Verkehrsinfrastruktur zu gewährleisten. Eine wichtige Grundlage für die Straßenerhaltung ist die Kenntnis des Straßenzustands und seiner zeitlichen Entwicklung. Im Rahmen des Erhaltungsmanagements wird u.a. der Oberflächenzustand von Verkehrsflächen mit periodischen messtechnischen und auch visuellen Zustandserkennungen erfasst. Die Bildung von zustandshomogenen, fahrstreifenbezogenen Abschnitten auf Grundlage der aus der messtechnischen oder visuellen Erfassung hervorgehenden Zustandsgrößen ist unerlässlich für ein Bauprogramm.

Nur mit einer schlüssigen und konsistenten Abschnittsbildung können technisch sinnvolle Erhaltungsmaßnahmen optimiert zu Schadensbereichen zugeordnet werden und das verfügbare Budget bestmöglich umgesetzt bzw. ein vorgegebenes Qualitätsziel möglichst effizient erreicht werden.

Ziel ist es daher, für die kommunale Straßenerhaltung ein praxisorientiertes Verfahren zur grundsätzlichen Vorgehensweise bei der Aggregation von Zustandsdaten letztlich zu Erhaltungsabschnitten unter Berücksichtigung der Erhebungsart (messtechnisch/visuell) und kommunalspezifischer Einflüsse zu entwickeln.

77.0511/2017
Laufend
City2Navigation: Verknüpfung der situativen kommunalen Verkehrssteuerung mit Routing- und Navigationssystemen Dritter zur verbesserten Nutzung der vorhandenen städtischen Straßenkapazitäten

Verkehrsteilnehmer beziehen Verkehrsinformationen zunehmend aus privaten, mobilen oder fahrzeuggebundenen Endgeräten. Solche Verkehrsinformationen können jedoch, solange diese nicht mit den Strategien der öffentlichen Straßenbetreiber abgestimmt sind, Ziele und Wirkungen des Verkehrsmanagements der öffentlichen Straßenbetreiber schwächen oder sogar konterkarieren. Das Projekt soll diese Herausforderungen adressieren, indem ein Rahmenwerk für eine Kooperation zwischen dem öffentlichen Verkehrsmanagement und privaten Navigations- und Routinganbietern entwickelt wird und vorbereitende Arbeiten für eine künftige Implementierung einer solchen Kooperation als softwaretechnischer Dienst („City2Navigation“-Dienst) getroffen werden.

Eine solche Kooperation soll es dem öffentlichen Verkehrsmanagement ermöglichen, Managementstrategien an die Routing- und Navigationsanbietern weiterzugeben, und im Gegenzug Daten zur Verkehrssituation seitens der Routing- und Navigationsanbietern zu erhalten. Dadurch soll die Informationsgrundlage für das Verkehrsmanagement und die Routingdienste deutlich verbessert werden. In dem Projekt werden Grundlagen geschaffen, um einen „City2Navigation“-Dienst künftig in einem konkreten Anwendungsumfeld umzusetzen. Eine konkrete, künftige Implementierung des „City2Navigation“-Dienstes wird demnach wesentlich beschleunigt und auf eine harmonisierte Grundlage gestellt. Die Umsetzung des Dienstes ist jedoch nicht Teil des Projekts.

77.0512/2019
Laufend
Integration von öffentlichem und privatem Parkraummanagement

Knappe Parkplatzkapazitäten und Belastungen durch damit bedingte Parksuchverkehre wirken sich in vielen Städten negativ auf die Verkehrssituation und damit auch auf die Umweltbedingungen und Lebensqualität aus. Das städtische Parkraummanagement kann diesen Problemen bisher nur vereinzelt mit Intelligenten Verkehrssystemen (IVS) begegnen, z.B. durch örtlich eingegrenzte Parkleitsysteme. Neue Anwendungen im Bereich der IVS („Smart Parking“ / „Digitales Parken“) bieten jedoch vielversprechende Ansätze zur Unterstützung des städtischen Parkraummanagements. Bisher existieren in Deutschland nur vereinzelte Ansätze, wie die neuen IVS-Anwendungen mit dem städtischen Parkraummanagement integriert werden können.

Im Projekt sind Ansätze zur Integration bzw. Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren des Parkraummanagements zu entwickeln und praxisnah zu demonstrieren. Dazu sind Grundlagen für eine solche Integration herzustellen und in Form einer Pilotanwendung vorzuführen. In der zugehörigen Pilotanwendung sind die Möglichkeiten, Wirkungen und ggf. Grenzen einer solchen Integration in einer abgeschlossenen Anwendungsumgebung (z.B. eine Stadt, ein Stadtteil oder ein Parkraumbewirtschaftungsgebiet) aufzuzeigen.

77.0518/2019
Laufend
Nachhaltige Förderung des Radverkehrs im Winter durch optimierten Winterdienst

Zur Förderung der nachhaltigen Mobilität und der Reduzierung der Schadstoffbelastungen in den Städten ist der Radverkehr von erheblicher Bedeutung. In den letzten Jahren hat auch der Radverkehr im Winter spürbar zugenommen, da immer mehr Personen das Fahrrad ganzjährig als Alltagsverkehrsmittel nutzen. Doch die Rahmenbedingungen für den Radverkehr sind im Winter derzeit meist sehr schlecht. Die Gestaltung mancher Radverkehrsanlagen ist ungünstig für die Befahrbarkeit im Winter bzw. für die Durchführung des Winterdienstes.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens sind die Probleme (u. a. teilweisen Umweltvorbehalten gegen Tausalze, Schneeräumung ohne Benachteiligung anderer Verkehrsteilnehmer) zu analysieren und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Verschiedene bekannte oder neue Methoden zur Durchführung des Winterdienstes sollen speziell für die Anwendung auf Radwegen analysiert und anhand von Kosten-Nutzen-Analysen in Hinblick auf eine gewünschte erweiterte Radnutzung differenziert bewertet werden. Ziele des Vorhabens sind:

  • Empfehlungen zur praktischen Durchführung des Winterdienstes auf Radverkehrsanlagen,
  • Strategische Konzeption und Kriterien für die Ausweisung eines sicher befahrbaren und gut zu betreuenden Radwegenetzes im Winter,
  • Empfehlungen für die winterdienstfreundliche Planung und Gestaltung von Radverkehrsanlagen.

 

77.0522/2019
Laufend
Wissenschaftliche Begleitung der Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr

Eine Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen (eKF) am Straßenverkehr war bis zum Sommer 2019 nicht gesetzlich geregelt. Deshalb liegen keine fundierten Erfahrungswerte darüber vor, welche Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen zu erwarten sind. Ziel der Studie ist die wissenschaftliche Begleitung der Teilnahme von eKF im Straßenverkehr sowie die Evaluierung der sich ergebenden Effekte. Kernfragen dieser Begleitung sind:

  • Wie ist die grundsätzliche Situation in Bezug auf Marktdurchdringung von eKF, Aufteilung in Miet- und Privatfahrzeuge, sowie VO- konforme und nicht konforme eKF in Deutschland und im Ausland?
  • Welche Merkmale charakterisieren die Nutzer?
  • Welche Aussagen zur Verkehrssicherheit gibt es? Dazu sollen Verkehrsbeobachtungen zur Analyse des Konfliktpotentials, des Verkehrsablaufs und des Nutzerverhaltens genutzt werden.
  • Welche Aussagen zum Unfallgeschehen können im Rahmen einer Unfallanalyse getroffen werden? Welche Verletzungsmuster und -schweren gibt es und wie ist die Wirkung von Schutzausrüstung zu bewerten?