Klimaschutzmaßnahmen in Verkehrsnachfragemodellen: Schlussbericht (71.0004)
Verkehrsnachfragemodelle sind ein zentrales Werkzeug der Verkehrsplanung – insbesondere, wenn zukünftige Entwicklungen, verkehrliche Maßnahmen und ihre Wirkungen fundiert bewertet werden sollen. Mit Blick auf den Klimaschutz gewinnen sie weiter an Bedeutung, denn Kommunen, Regionen und Planende benötigen belastbare Grundlagen, um Maßnahmen zur CO₂-Minderung im Verkehr realistisch einzuschätzen, zu vergleichen und zu priorisieren.
Genau hier setzt das Forschungsauftrag „Abbildung von Klimaschutzmaßnahmen in Verkehrsnachfragemodellen“ (VB710004) im Forschungsprogramm Stadtverkehr (FoPS) an. Das Ziel war es, bestehende Methoden so weiterzuentwickeln, dass zusätzliche Maßnahmen und Entwicklungen realitätsnah abgebildet werden können. Dazu zählen unter anderem Einflüsse auf die Pkw-Beschaffungswahl, veränderte Präferenzen bei der Verkehrsmittelwahl, der Ausbau von Carsharing- und Ridesharing-Angeboten sowie tageszeitabhängige Wirkungen oder Veränderungen der Abfahrtszeitwahl.
Die entwickelten Ansätze sollen dazu beitragen, Klimawirkungen verkehrsplanerischer und verkehrspolitischer Maßnahmen künftig fundierter zu bewerten. Makroskopische Verkehrsnachfragemodelle bleiben dabei eine zentrale Grundlage. Durch neue Methoden können insbesondere Veränderungen bei der Verkehrsmittelverfügbarkeit, persönliche Präferenzen und zeitlich differenzierte Effekte präziser berücksichtigt werden.
Der Schlussbericht, sowie das Modellhandbuch und weitere Unterlagen, sind nun unter „Forschungsergebnisse“ verfügbar. Durchgeführt wurde der Forschungsauftrag von der Universität Stuttgart (Institut für Straßen- und Verkehrswesen) mit INOVAPLAN GmbH und PTV Transport Consult GmbH im Unterauftrag.