Forschungsprogramm

Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden

Hier finden Sie die Projekte des aktuellen Forschungsprogramms. Die genannten Projekte werden einzeln und sukzessive öffentlich durch eine Vergabebekanntmachung auf www.service.bund.de ausgeschrieben. Für Projekte, die sich in der Ausschreibungsphase befinden, können sich Interessenten auf www.service.bund.de über weitere Details informieren und über die e-Vergabe-Plattform des Bundes für die Bearbeitung des Projekts bewerben bzw. ein Angebot einsenden.

Das aktuelle Forschungsprogramm 2019/2020 können Sie hier komplett einsehen: Forschungsprogramm 2019/2020.

Die Ergebnisse abgeschlossener Projekte können Sie auf der Seite Forschungsergebnisse einsehen.

Diese Vorhaben befinden sich derzeit in Bearbeitung:

Projekt-Nr.Thema
70.0948/2019
Vergabephase
Deutsches Mobilitätspanel (MoP) - Kohorte 2021 | Erhebung der Alltagsmobilität (2021-2023) sowie der Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuche (2022-2024)

Das Deutsche Mobilitätspanel ist eine bundesweite Repräsentativbefragung von privaten Haushalten zur Alltagsmobilität sowie zu Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuchen (vgl. www.mobilitaetspanel.de). Es umfasst eine rotierende Panelstichprobe aus drei etwa gleichstarken Kohorten, die jeweils drei Jahre im Panel verbleiben. Jährlich scheidet eine der Kohorten mit Ablauf des 3. Erhebungsjahres aus dem Panel aus und wird durch eine neu anzuwerbende ersetzt. Das Deutsche Mobilitätspanel wird seit 1994 jährlich durchgeführt. Die befragten Haushalte und Personen zeichnen ihre Mobilität eine Woche in einem Tagebuch auf.

Haushalte mit mindestens einem Pkw in der Stichprobe sollen außerdem ein Tankbuch bzw. ein Ladebuch über acht Wochen führen. Das MOP ermöglicht mit diesem Ansatz insbesondere die Identifizierung von Trends und Verhaltensänderungen im Mobilitätsgeschehen. Weil jeder Haushalt drei Jahre an der Erhebung teilnimmt, sind auch Analysen individueller Verhaltensänderungen – beispielsweise Reaktionen auf veränderte Kraftstoffpreise – möglich. Im Zusammenspiel mit der MiD als großer Querschnittserhebung (vgl. www.mobilitaet-in-deutschland.de) ergibt sich eine belastbare Grundlage für verkehrspolitische und verkehrsplanerische Entscheidungen.

Ziel dieses Auftrages ist es, die Mobilität einer Erhebungskohorte über drei Jahre zu erfassen und die erhobenen Daten dem mit der wissenschaftlichen Betreuung und Analyse beauftragtem Institut für inhaltliche Plausibilisierungen zur Verfügung zu stellen. Dieses Institut wird die pseudonymisierten Daten in die Zeitreihe des Mobilitätspanels einspeisen. Die entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen anonymisierten Datensätze des Mobilitätspanels werden Dritten über die Clearingstelle Verkehr im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemäß den Datennutzungsbedingungen des BMVI zur Verfügung gestellt.

70.0958/2019
Vergabephase
Analyse und Weiterentwicklung des Bahnhofszubringerverkehrs zur Verbesserung der überregionalen Mobilität einer Metropolregion

Im Umland von Metropolen wurden und werden seit etwa den 1980er-Jahren (zunächst nur in den „alten“ Bundesländern) bis in die Gegenwart viele „Park-and-Ride (P+R)“-Anlagen errichtet und oft erweitert. Grundsätzlich dient eine P+R-Anlage der Systemverknüpfung zwischen motorisiertem Individualverkehr (MIV) und jeglicher Erscheinungsform des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). In weitaus überwiegender Zahl der Anwendungsfälle werden möglichst leistungsfähige und großvolumige Massentransportmittel des ÖPNV verknüpft, die im Regelfall schienengebunden sind. Dies sind im öffentlichen Straßenpersonennahverkehr zumeist Straßen-, Stadt- und Untergrundbahnen sowie der Schienenpersonennahverkehr.

P+R-Anlagen werden stark nachgefragt. Inzwischen ist an vielen Stationen kein Platz mehr für Erweiterungen. Folglich sind Überfüllungen regelmäßig wahrzunehmen. Die Grunderwerbskosten für die benötigten Flächen steigen deutlich. Es besteht auch eine zunehmende Flächenkonkurrenz zwischen Parken und anderen Nutzungen (z. B. Wohnen und Einzelhandel). Zusätzlich nimmt der MIV im Bahnhofsumfeld durch die stärkere Nutzung der P+R-Anlagen weiter zu. Dieser Status Quo führt zu diversen negativen Begleiterscheinungen (z. B. Schadstoff- und Geräuschemissionen, Ressourcenverbrauch und Flächeninanspruchnahme, Verkehrssicherheit). Die Gemeinden im Umland von Metropolen suchen deshalb verstärkt nach umfeldentlastenden Lösungen, die aus Verbesserung der Zubringer-/Abbringerverkehrsangebote und aus  P+R-betrieblichen Maßnahmen bestehen.

Die ausgeschriebene Leistung zielt darauf ab, nach Alternativen zu suchen, die die Brüche zwischen Zubringer- und Abbringerverkehren mit den ÖSPV/SPNV-Haupthaltestellen reduzieren können. Die gezielte Reduktion derartiger Brüche soll zur Vereinfachung und damit zur Intensivierung der Nutzung der verschiedenen umwelt- und umfeldfreundlicheren Zubringer- und Abbringerverkehre führen.

70.0971/2019
Vergabephase
Unternehmensübergreifende Vernetzung der Sharing-Mobilitätsangebote durch offene Standards und Schnittstellen (ehemals: Überregionale Vernetzung von Datendrehscheiben (DDS))

Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, die Voraussetzungen für eine Integration von Sharing-Angeboten in Auskunfts- und Buchungsplattformen mit Zahlungsfunktionen durch Standardisierung der Schnittstellen zum Datenaustausch zu schaffen. Im Mittelpunkt des Projekts steht die digitale Integration der Mobilitätsangebote von Sharing- bzw. Mikromobilitätsanbietern, die verschiedene Fahrzeugtypen zeitlich befristet bereitstellen.

77.0520/2019
Vergabephase
Qualitätsgerechte Bewertung der LSA-Steuerung für den ÖPNV

Mit der Überarbeitung des Handbuchs für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS) von 2015 wurde erstmals ein Verfahren zur geschwindigkeitsbezogenen Angebotsqualität im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in das Regelwerk (Kapitel S7) aufgenommen, das die Betriebs bzw. Verkehrsqualität bewertet, die dem ÖPNV infrastrukturseitig zur Verfügung gestellt wird. In der Praxis findet es bisher jedoch nur begrenzt Anwendung. Es hat sich z.B. herausgestellt, dass die Verkehrsunternehmen in der Regel keinen Zugriff auf die verkehrstechnischen Bewertungen von Strecken und Knoten im gesamten Linienverlauf haben, deren Daten als Eingangsgrößen für das Verfahren benötigt werden. Daher besteht von Seiten der Unternehmen der Wunsch nach einer stärkeren Einbeziehung von Messdaten, weil diese zugänglicher sind als eine Berechnung der Wartezeiten einzelner Lichtsignalanlagen (LSA). Die errechenbare ideale Beförderungsgeschwindigkeit wird selbst bei sehr guten Rahmenbedingungen in der Praxis nur selten erreicht, das Verfahren wird an dieser Stelle als zu anspruchsvoll kritisiert.

Das Ziel des Vorhabens ist es daher, die Verfahren zur geschwindigkeitsbezogenen Angebotsqualität und zur qualitätsgerechten Bewertung der LSA-Steuerung für den ÖPNV in der Praxis weiterzuentwickeln, um daraus Handlungsempfehlungen für die Praxis, Bausteine für eine Überarbeitung des HBS (insbesondere überarbeiteter Entwurf des Kapitels S7 aber auch des Kapitels S4) sowie weitere Bausteine zur Aufnahme in eine Fortschreibung der RIN abzuleiten. Dabei sieht die Zeitplanung vor, dass bis zum Sommer 2023 final ausgearbeitete Kapitelentwürfe des HBS im AA 3.13 Qualität des Verkehrsablaufs zur Beratung vorliegen.

77.0523/2019
Vergabephase
Nachweis der Auswirkungen von Tempo 30 auf die LSA-Steuerung und Kapazität

In der politischen und öffentlichen Debatte um eine Verbesserung der Umweltbedingungen (und hierbei insbesondere der Luftqualität) in den Städten wird als eine Maßnahme die Anordnung von Tempo 30 in unterschiedlichem Umfang diskutiert. Die diskutierten Szenarien reichen dabei von einer Ausweitung der bisherigen Anordnungspraxis auf größere Teile des innerörtlichen Straßennetzes bis hin zu einem flächendeckenden Tempolimit von 30 km/h auf dem gesamten innerörtlichen Straßennetz.

Den Argumenten für eine Absenkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h werden oftmals Argumente entgegengestellt, die negative Auswirkungen auf den Verkehrsablauf, zumindest auf den Hauptverkehrsstraßen vermuten. Der Verkehrsablauf und damit einhergehend die Verkehrsqualität wird maßgeblich von der Kapazität der Straßenverkehrsanlagen bestimmt. Hierbei spielt die Steuerung der LSA-geregelten Knotenpunkte eine bedeutende Rolle.

Zur Versachlichung der Diskussion um die Folgen einer Anordnung von Tempo 30 innerorts sollen im Rahmen dieser Untersuchung neben den Fragen nach den möglichen Auswirkungen auf die Leichtigkeit und Ordnung der Verkehrsabläufe auch die möglichen Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit sowie die Luftqualität behandelt werden. Vordringliches Ziel des Vorhabens ist es, die Auswirkungen einer erweiterten Anordnung von Tempo 30 und ergänzend von Tempo 40 innerorts im Hinblick auf die Qualität des Verkehrsablaufs (und dabei insbesondere im Zusammenhang mit der LSA-Steuerung an Knotenpunkten), die Verkehrssicherheit und die Luftqualität zu bestimmen und mit dem IST-Zustand zu vergleichen, zu bewerten sowie darauf aufbauend Empfehlungen abzuleiten.

70.0898/2013
Laufend
Ex-post- Evaluierung gesetzlicher Regelungen und Instrumente zur Herstellung der Barrierefreiheit im Bereich Verkehr

Die Verwirklichung vollumfassender Teilhabe von Menschen mit Behinderungen als Grundlage eines selbstbestimmten Lebens ist eine zentrale Herausforderung für Politik und Gesellschaft. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich in besonderer Weise dem Ziel verpflichtet, die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft und die Integration in die Gesellschaft zu fördern und zu stärken.

Um die Wirkungen gesetzlicher Regelungen in der Praxis zu überprüfen, sollen die Wirkungen der den Bereich Bau und Verkehr betreffenden Regelungen des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) evaluiert werden. Ziel der Studie ist eine umfassende und systematische Analyse der Auswirkungen der mit dem BGG verbundenen Änderungen von Gesetzen, Normen, Vorschriften, Regelungen und Instrumenten (z. B. Nahverkehrspläne, Zielvereinbarungen) etc. hinsichtlich der praktischen Umsetzung zur Herstellung der Barrierefreiheit.

70.0907/2015
Laufend
Akzeptanz und Verkehrssicherheit des Radverkehrs im Mischverkehr mit Kraftfahrzeugen auf innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen

Den Kommunen fehlen bislang abgesicherte Empfehlungen, wie Radverkehr im Mischverkehr mit Kraftfahrzeugen auf Hauptverkehrsstraßen sicher und kostengünstig im Mischverkehr geführt werden kann. Folgende offene Fragen sollen durch das Projekt geklärt werden:

  • Unter welchen Umständen nutzt ein großer Anteil der Radfahrer die Fahrbahn, unter welchen Umständen meiden Radfahrer die Fahrbahn durch (illegale) Gehwegnutzung?
  • Welche Empfehlungen für die Radverkehrsführung und andere Maßnahmen können für bestehende Hauptverkehrsstraßen gegeben werden, für die nach jetzigen Empfehlungen kaum abgesicherte Maßnahmen und Umgestaltungsoptionen zur Verfügung stehen?
  • Wie sind Unfalldichten, Unfallkostendichten, Unfallraten und Unfallkostenraten? Wie wird die subjektive Sicherheit von den Nutzern eingeschätzt?
  • Was sind typische Unfallkonstellationen und welche Maßnahmen können den typischen Unfallkonstellationen entgegenwirken?
  • Welche neuen Ansätze der Gestaltung oder Markierung können infrage kommen bzw. werden in nationalen und internationalen Forschungsprojekten untersucht?

Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, bestehende Hauptverkehrsstraßen ohne aufwendige Umbauten für den Radverkehr sicherer zu machen. Die Erkenntnisse sollen in die Fortschreibung der technischen Regelwerke einfließen (Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen 2006 und Empfehlungen für Radverkehrsanlagen 2010).

70.0937/2018
Laufend
Deutsches Mobilitätspanel (MOP) – Erhebung der Kohorte 2018

Für die Entwicklung geeigneter politischer Maßnahmen und für zielgenaue Investitionen ist die Verkehrspolitik und -planung auf zuverlässige und aktuelle Informationen hinsichtlich der Wahl und Nutzung von Verkehrsmitteln angewiesen. Die statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellen ein breites Datenangebot zum Güterkraftverkehr und zum Fahrzeugbestand zur Verfügung. Die Mobilität privater Haushalte und der Wirtschaftsverkehr mit kleineren Lkw und Pkw werden durch die amtliche Statistik jedoch nicht erfasst. Um Bürger, Unternehmen und den Finanzhaushalt möglichst wenig zu belasten, wurde ein Bausteinsystem sich ergänzender repräsentativer Erhebungen entwickelt. Die zentralen Bausteine für den Bereich der privaten Mobilität sind die Erhebungen

  • „Mobilität in Deutschland“ (MiD) sowie
  • „Deutsches Mobilitätspanel“ (MOP).

Das Deutsche Mobilitätspanel ist eine bundesweite Repräsentativbefragung von privaten Haushalten zur Alltagsmobilität sowie zu Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuchen (vgl. www.mobilitaetspanel.de). Es umfasst eine rotierende Panelstichprobe aus drei etwa gleichstarken Kohorten, die jeweils drei Jahre im Panel verbleiben. Jährlich scheidet eine der Kohorten aus dem Panel aus und wird durch eine neu anzuwerbende ersetzt. Das Deutsche Mobilitätspanel wird seit 1994 jährlich durchgeführt. Die befragten Haushalte und Personen zeichnen ihre Mobilität eine Woche in einem Tagebuch auf.

Ziel dieses Auftrages ist es, die Mobilität einer Erhebungskohorte über drei Jahre zu erfassen und die erhobenen Daten dem mit der wissenschaftlichen Betreuung und Analyse beauftragtem Institut für inhaltliche Plausibilisierungen zur Verfügung zu stellen.

70.0943/2017
Laufend
Automatisierte Betriebsfunktionen von Straßenbahnfahrzeugen: Bewertung der Potentiale von Technologien zum vernetzen Fahren

Bei unabhängigen Bahnen und sog. „Peoplemover“ sind fahrerlos betriebene Fahrzeuge bereits im kommerziellen Einsatz. Im Bereich der Straßen- und Stadtbahnen kommen zunehmend komplexe Fahrerassistenzsysteme und vernetzte Systeme zur Betriebssteuerung zum Einsatz. Im Bereich des Straßenverkehrs werden bereits automatisiert und vernetzt fahrende Pkw und Kleinbusse mit dem Ziel eines breiteren kommerziellen Einsatzes erprobt.

Für Straßen- und Stadtbahnsysteme besteht noch keine systematische Analyse und Zusammenstellung der Potenziale von Techniken, die Fahrfunktionen automatisieren und vernetzen können. Bei einer breiteren Entwicklung automatisierter Fahrfunktionen kommt es auch darauf an, welche Standards für Systemschnittstellen des Datenaustauschs bzw. der Datenerhebung zwischen Fahrzeugen untereinander, zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur-Elementen oder einer Betriebsteuerungszentrale und zwischen Fahrzeugen und dritten Verkehrsteilnehmern zu einem breiteren Einsatz kommen können.

Dieses Forschungsprojekt soll die betrieblichen Potentiale automatisierter Fahrfunktionen beleuchten sowie mögliche Technologien zum Datenaustausch für das vernetzte Fahren untersuchen. Ziel ist eine Potenzialanalyse, welcher betrieblicher Nutzen mit einer breiteren Entwicklung automatisierter Fahrfunktionen erzielt werden kann, um den Schienenverkehr zu stärken und auf die Zukunft besser auszurichten. Dieses Projekt unterstützt damit Innovationen bei BOStrab Bahnsystemen.

70.0952/2019
Laufend
Deutsches Mobilitätspanel (MOP) – Wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der Erhebungswellen 2019 - 2020

Für die Entwicklung geeigneter politischer Maßnahmen und für zielgenaue Investitionen ist die Verkehrspolitik und -planung auf zuverlässige und aktuelle Informationen hinsichtlich der Wahl und Nutzung von Verkehrsmitteln angewiesen. Die statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellen ein breites Datenangebot zum Güterkraftverkehr und zum Fahrzeugbestand zur Verfügung. Die Mobilität privater Haushalte und der Wirtschaftsverkehr mit kleineren Lkw und Pkw werden durch die amtliche Statistik jedoch nicht erfasst. Um Bürger, Unternehmen und den Finanzhaushalt möglichst wenig zu belasten, wurde ein Bausteinsystem sich ergänzender repräsentativer Erhebungen entwickelt. Die zentralen Bausteine für den Bereich der privaten Mobilität sind die Erhebungen

  • „Mobilität in Deutschland“ (MiD) sowie
  • „Deutsches Mobilitätspanel“ (MOP).

Das Deutsche Mobilitätspanel ist eine bundesweite Repräsentativbefragung von privaten Haushalten zur Alltagsmobilität sowie zu Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuchen (vgl. www.mobilitaetspanel.de). Es umfasst eine rotierende Panelstichprobe aus drei etwa gleichstarken Kohorten, die jeweils drei Jahre im Panel verbleiben. Jährlich scheidet eine der Kohorten aus dem Panel aus und wird durch eine neu anzuwerbende ersetzt. Das Deutsche Mobilitätspanel wird seit 1994 jährlich durchgeführt. Die befragten Haushalte und Personen zeichnen ihre Mobilität eine Woche in einem Tagebuch auf.

Ziel dieses Auftrages ist es, die Mobilität einer Erhebungskohorte über drei Jahre zu erfassen und die erhobenen Daten dem mit der wissenschaftlichen Betreuung und Analyse beauftragtem Institut für inhaltliche Plausibilisierungen zur Verfügung zu stellen.

70.0953/2019
Laufend
Deutsches Mobilitätspanel (MOP) - Erhebung der Alltagsmobilität sowie der Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuche für die Kohorte 2019

Für die Entwicklung geeigneter politischer Maßnahmen und für zielgenaue Investitionen ist die Verkehrspolitik und -planung auf zuverlässige und aktuelle Informationen hinsichtlich der Wahl und Nutzung von Verkehrsmitteln angewiesen. Die statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellen ein breites Datenangebot zum Güterkraftverkehr und zum Fahrzeugbestand zur Verfügung. Die Mobilität privater Haushalte und der Wirtschaftsverkehr mit kleineren Lkw und Pkw werden durch die amtliche Statistik jedoch nicht erfasst. Um Bürger, Unternehmen und den Finanzhaushalt möglichst wenig zu belasten, wurde ein Bausteinsystem sich ergänzender repräsentativer Erhebungen entwickelt. Die zentralen Bausteine für den Bereich der privaten Mobilität sind die Erhebungen

  • „Mobilität in Deutschland“ (MiD) sowie
  • „Deutsches Mobilitätspanel“ (MOP).

Das Deutsche Mobilitätspanel ist eine bundesweite Repräsentativbefragung von privaten Haushalten zur Alltagsmobilität sowie zu Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuchen (vgl. www.mobilitaetspanel.de). Es umfasst eine rotierende Panelstichprobe aus drei etwa gleichstarken Kohorten, die jeweils drei Jahre im Panel verbleiben. Jährlich scheidet eine der Kohorten aus dem Panel aus und wird durch eine neu anzuwerbende ersetzt. Das Deutsche Mobilitätspanel wird seit 1994 jährlich durchgeführt. Die befragten Haushalte und Personen zeichnen ihre Mobilität eine Woche in einem Tagebuch auf.

Ziel dieses Auftrages ist es, die Mobilität einer Erhebungskohorte über drei Jahre zu erfassen und die erhobenen Daten dem mit der wissenschaftlichen Betreuung und Analyse beauftragtem Institut für inhaltliche Plausibilisierungen zur Verfügung zu stellen.

70.0957/2019
Laufend
Erfassung und Bewertung des baulichen Zustandes von städtischen Radverkehrsanlagen

Radverkehrsanlagen (RVA) sind wesentliche und zunehmend wichtigere Bestandteile der kommunalen Verkehrsinfrastruktur. Bereitstellung, Erhaltung, Unterhaltung, Betrieb und Verkehrssicherung dieser baulichen Anlagen ist eine Aufgabe der Straßenbaulastträger.

Für den wirtschaftlichen Werterhalt und die Sicherung der Gebrauchstauglichkeit der RVA bedarf es objektiver und reproduzierbarer Bewertungsparameter und robuster und wiederholgenauer Techniken. Für die Zustandserfassung und -bewertung sind auch fahrgeometrische Parameter zu berücksichtigen.

Ziel ist es, hinreichende Parameter für die technische Erfassung und Bewertung der Gebrauchstauglichkeit, der Verkehrssicherheit und des baulichen Zustands von kommunalen Radverkehrsanlagen zu beschreiben. Dabei ist darauf zu achten, dass die Erfassung sowohl visuellsensitiv als auch messtechnisch durchgeführt wird. Es sind Anforderungen an die Wiederhol- und Vergleichsgenauigkeit der Erfassungs- und Bewertungstechniken zu stellen.Es ist ein Prototyp eines fahrenden messtechnischen Referenz-Erfassungssystems zu entwerfen, umzusetzen und für entsprechende Dienstleistungen am Markt anzubieten. Die Erfassungstechnik ist geschwindigkeitsunabhängig zu konzipieren, so dass Erfassungsgeschwindigkeiten zwischen 0 und 20 km/h ohne Einschränkung der Ergebnisqualität möglich sind.

Für beide Erfassungsmethoden ist darzustellen, welche Merkmale in welchem Verfahren effizient erhoben werden können und welche Genauigkeit dabei erzielt werden kann.
Darüber hinaus ist ein Vorschlag für eine Bewertungsmethodik zu entwickeln, welche sowohl erhobene Daten aus der visuell-sensitiv als auch aus der messtechnischen Erfassung berücksichtigen kann. Außerdem sind die Möglichkeiten zur Auswertung und fortschreibenden Aktualisierung darzulegen.

70.0964/2020
Laufend
Optimierung von Verhalten, Regelung und baulicher Situation in Kreuzungssituationen zwischen Rad- und motorisiertem Verkehr

Hochwertige und leistungsfähige Verbindungen für Radfahrer finden in Deutschland zunehmend Anwendung. So sind entsprechende Projekte, wie z. B. Radschnellwege oder Radvorrangrouten bereits fertiggestellt bzw. in konkreter Planung. Außerdem existieren zahlreiche unabhängig trassierte Radverbindungen bspw. auf ehemaligen Bahntrassen, die in Ansätzen vergleichbare Reisegeschwindigkeiten und komfort bieten oder hohe Radverkehrsstärken aufweisen.
An Knotenpunkten solcher Verbindungen mit dem übrigen Netz sind jedoch häufig uneinheitliche bauliche Gestaltungen und Verkehrsregelungen zu beobachten, was wiederum zu Unklarheiten und Unsicherheiten bei den Verkehrsteilnehmern führt.

Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, Empfehlungen abzuleiten, unter welchen Konstellationen und Voraussetzungen (z. B. Verkehrsstärken und -zusammensetzung des Radverkehrs und des motorisierten Verkehrs, Verbindungsfunktionsstufen, netzübergreifende Betrachtung etc.) welche Art der Ausführung und Regelung entsprechender Knotenpunkte vorzusehen ist, um eine hohe Akzeptanz zu fördern. Neben einer Darstellung des aktuellen Kenntnisstandes bildet eine Zusammenstellung derzeit vorhandener Umsetzungen die Basis. An einer ausreichenden Anzahl von Knotenpunkten soll eine Bewertung der Verkehrssicherheit mittels Analyse des Verhaltens der Verkehrsteilnehmer erfolgen. Dabei sind insbesondere aus wahrnehmungspsychologischer Sicht die Aspekte der Einheit von Bau und Betrieb berücksichtigen. Dies gilt auch für Angaben zur Akzeptanz der Verkehrsregelung durch die Verkehrsteilnehmer, welche zusätzlich zu den Verhaltensbeobachtungen durch Befragungen generiert werden sollen.
In die Bewertung der Verkehrssicherheit sollen ferner vorhandene Daten zum Unfallgeschehen im Bereich der Knotenpunkte eingehen. Die Ergebnisse sind zur Einarbeitung in das Regelwerk aufzubereiten.

70.0965/2019
Laufend
Verkehrskultur und Verkehrsmarketing

Dieses Projekt untersucht, wie der urbane Raum mit seinen begrenzten Flächen im Sinne der Mobilitätswende fahrradfreundlicher gestaltet werden kann. Ziel ist es, sowohl etablierte als auch innovative Infrastrukturmaßnahmen (ggf. in Kombination mit begleitenden Kampagnen o. Ä.) daraufhin zu prüfen, inwiefern sie zu einer Erhöhung des Radverkehrs und einer Reduktion des MIV beitragen können. Zum einem sollen sowohl Maßnahmen analysiert werden, die auf gemeinsam genutzten Verkehrsflächen zu einem besseren Miteinander zwischen Radfahrenden und MIV beitragen. Zum anderen sind auch Maßnahmen von Interesse, die auf eine Verkehrsflächenaufteilung zugunsten des Radverkehrs abzielen.

Es sollen nationale und internationale Infrastrukturmaßnahmen zur Förderung des Radverkehrs im begrenzten Straßenraum zusammengestellt werden. Diese sollen mit einer Bewertungsmethodik verglichen werden, die sowohl objektive (z. B. Rad-/Kfz-Verkehrsstärken, regelkonformes Verhalten, Unfallgeschehen) als auch subjektive Kriterien (z. B. wahrgenommene Sicherheit, Komfort und Akzeptanz der Radfahrenden) berücksichtigt. Aus den Untersuchungsergebnissen werden Umsetzungsempfehlungen abgeleitet und in einem Ergebnisdokument publiziert.

70.0968/2019
Laufend
Wirkungen neuer Mobilitätsformen auf das Verkehrsverhalten 2013-2017

Die Entwicklung alternativer bzw. neuer Mobilitätsformen ist in den letzten Jahren sehr dynamisch verlaufen. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien haben zum Bedeutungsgewinn der neuen Mobilitätsformen beigetragen. Außerdem sind in den letzten Jahren neue Antriebstechnologien auf den Markt gekommen, die neben dem PKW die Fahrräder (Pedelec und E-Bike) und die Mikromobilität (Kleinfahrzeugen wie E-Roller, E-Skateboards etc.) elektrifizieren. Daneben erweitert sich das in den Städten weitestgehend etablierte Car-, Roller- und Bikesharing um E-Scooter-Sharing.

Ziel der Studie ist es, Strukturen und die Entwicklung der neuen Mobilitätsformen und deren Beitrag und Potenziale für eine nachhaltige Gestaltung der Alltagsmobilität zu analysieren. Dabei ist das Mobilitätsverhalten der verschiedenen Nutzergruppen neuer Mobilitätsformen mit dem Mobilitätsverhalten der Gesamtbevölkerung zu vergleichen und nach unterschiedlichen Städten und Siedlungsräumen zu differenzieren.

70.0969/2019
Laufend
Integration automatisierter Verkehrsmittel in den städtischen öffentlichen Raum

Das automatisierte und vernetzte Fahren (avF) soll den städtischen Verkehr sicherer, komfortabler, effizienter und umweltverträglicher machen. Dem stehen jedoch Befürchtungen entgegen, dass die Stadt wieder autogerechter wird. Die Chancen des automatisierten und vernetzten Fahrens werden davon abhängen, dass Straßen und Plätze auch künftig als Orte vielfältiger sozialer, kultureller und auch wirtschaftlicher Aktivitäten nutzbar sind, die Integration neuer Technologien in diesem Kontext gelingt und das Ziel einer Stadt der kurzen Wege unterstützt.

Das Ziel dieser Studie ist es, ein Handbuch über avF zu erstellen. Das Handbuch soll den Kommunen einen Überblick über den Status quo und zukünftige Entwicklungen verschaffen und bei der Entwicklung einer Strategie gegenüber dem avF unterstützen. Es sollen typische Probleme und Herausforderungen der Stadt- und Verkehrsplanung im Zusammenhang mit dem avF untersucht werden.

70.0970/2019
Laufend
Leistungssteigerung städtischer Straßennetze infolge der Automatisierung des Straßenverkehrs

Mit der „Strategie automatisiertes und vernetztes Fahren – Leitanbieter bleiben, Leitmarkt werden, Regelbetrieb einleiten“ (Strategie AVF) hat die Bundesregierung im September 2015 wichtige Leitlinien auf den Weg gebracht, um den Straßenverkehr der Zukunft zu gestalten. Durch eine konsequente Umsetzung der Strategie AVF erschließt die Bundesregierung die Potenziale der Technologien des automatisierten und vernetzten Fahrens (AVF) zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und -effizienz, zur Reduzierung mobilitätsbedingter Emissionen und zur Stärkung des Innovations- und Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Die in den nächsten Jahrzehnten einsetzende Entwicklung vom handgesteuerten Auto hin zum selbstfahrenden Auto kann die Kapazität städtischer Straßennetze erhöhen. Die Studie zielt auf eine Simulation von Kapazitätsveränderungen von städtischer Straßeninfrastruktur unter Berücksichtigung der Durchdringung von autonomen und vernetzten Fahrzeugen im Straßenverkehr auf Basis geeigneter Verkehrsmodellierungen. Somit sollen Effizienzsteigerungen der Straßennetze infolge autonom fahrender Autos in der Verkehrsplanung angemessen berücksichtigen werden können.

70.0976/2019
Laufend
Entwicklung und Fortschreibung der Verfahren zur Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen des schienengebundenen ÖPNV

Gemäß Artikel 104a Abs. 4 (alte Fassung) GG in Verbindung mit Artikel 125c GG gewährt der Bund den Ländern Finanzhilfen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden. Die Einzelheiten sind im Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) geregelt. Mit dem Dritten Gesetz zur Änderung des GVFG wurden für die Bundesfinanzhilfen neue Grundlagen geschaffen.
Gemäß § 3 Nummer 1 Ziffer c GVFG ist eine unabdingbare Fördervoraussetzung, dass das Vorhaben in gesamtwirtschaftlicher Hinsicht sinnfällig ist. Dieser Nachweis wird mit dem Verfahren der „Standardisierten Bewertung“ erbracht. Die bestehende Verfahrensanleitung ist gemeinsam von Bund und Ländern eingeführt worden, um die verlangten Wirtschaftlichkeitsnachweise für die Förderung von Investitionen aus dem Bundesprogramm gemäß § 6 Absatz 1 GVFG zu erarbeiten. Darüber hinaus kann und wird dieses Verfahren auch von den Ländern für eigene Investitionen im schienengebundenen ÖPNV angewendet. Dieses Verfahren ist zuletzt durch ein Forschungsvorhaben von 2014 bis 2016 aktualisiert worden. Bedingt durch die zwischenzeitlich eingetretenen Entwicklungen und insbesondere die Gesetzesänderungen ist eine Überarbeitung und Aktualisierung des Verfahrens erforderlich.
Der AN soll die Verfahrensanleitung aktualisieren und für alle im Gesetz aufgeführten Fördertatbestände Bewertungsverfahren weiterentwickeln, die dem jeweiligen Fördertatbestand gerecht werden und geeignet sind, einen adäquaten gesamtwirtschaftlichen Nachweis zu erbringen.

70.0978/2019
Laufend
Deutsches Mobilitätspanel (MOP) - Erhebung der Alltagsmobilität sowie der Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuche für die Kohorte 2020

Für die Entwicklung geeigneter politischer Maßnahmen und für zielgenaue Investitionen ist die Verkehrspolitik und -planung auf zuverlässige und aktuelle Informationen hinsichtlich der Wahl und Nutzung von Verkehrsmitteln angewiesen. Die statistischen Ämter des Bundes und der Länder stellen ein breites Datenangebot zum Güterkraftverkehr und zum Fahrzeugbestand zur Verfügung. Die Mobilität privater Haushalte und der Wirtschaftsverkehr mit kleineren Lkw und Pkw werden durch die amtliche Statistik jedoch nicht erfasst. Um Bürger, Unternehmen und den Finanzhaushalt möglichst wenig zu belasten, wurde ein Bausteinsystem sich ergänzender repräsentativer Erhebungen entwickelt. Die zentralen Bausteine für den Bereich der privaten Mobilität sind die Erhebungen

  • „Mobilität in Deutschland“ (MiD) sowie
  • „Deutsches Mobilitätspanel“ (MOP).

Das Deutsche Mobilitätspanel ist eine bundesweite Repräsentativbefragung von privaten Haushalten zur Alltagsmobilität sowie zu Pkw-Fahrleistungen und Kraftstoffverbräuchen (vgl. www.mobilitaetspanel.de). Es umfasst eine rotierende Panelstichprobe aus drei etwa gleichstarken Kohorten, die jeweils drei Jahre im Panel verbleiben. Jährlich scheidet eine der Kohorten aus dem Panel aus und wird durch eine neu anzuwerbende ersetzt. Das Deutsche Mobilitätspanel wird seit 1994 jährlich durchgeführt. Die befragten Haushalte und Personen zeichnen ihre Mobilität eine Woche in einem Tagebuch auf.

Ziel dieses Auftrages ist es, die Mobilität einer Erhebungskohorte über drei Jahre zu erfassen und die erhobenen Daten dem mit der wissenschaftlichen Betreuung und Analyse beauftragtem Institut für inhaltliche Plausibilisierungen zur Verfügung zu stellen.

70.0981/2019
Laufend
Auswirkungen von Radschnellwegen

Radschnellverbindungen (RSV) sind qualitativ hochwertige und leistungsstarke Infrastrukturelemente, die insbesondere für Pendelverflechtungen von bis zu ca. 15 km eine attraktive Mobilitätsalternative zum PKW sind. Beispiele aus den Niederlanden oder Dänemark zeigen, dass diese hochwertige Form der Radverkehrsinfrastruktur im Alltagsverkehr sehr gut angenommen wird. In Deutschland sind bisher nur wenige Streckenabschnitte dieser hochwertigen Radinfrastruktur gebaut worden.

Ziel der Studie ist es, den aktuellen Umsetzungsstand von RSV in Deutschland zu ermitteln. Darauf aufbauend sollen quantifizierbare Aussagen zu den gesamtverkehrlichen Auswirkungen von RSV in Deutschland für drei unterschiedliche Zeithorizonte (2020, 2030 und 2040) erarbeitet werden. Weiterhin sind die Effekte und Wechselwirkungen von RSV auf die jeweiligen städtischen und regionalen Entwicklungen zu beurteilen. Anhand von ausgewählten Fallbeispielen soll aufgezeigt werden, wie die neue Infrastruktur in das bestehende Netz eingebunden wird und welche unterschiedlichen verkehrlichen und städtebaulichen Integrationsansätze und Flächennutzungsansprüche im Einzugsgebiet der RSV vorliegen.

70.0982/2019
Laufend
Integration urbaner Seilbahnen in den ÖPNV

Der Verkehr in Städten und Ballungsräumen stößt zunehmend an seine Grenzen. Angesichts des unvermindert hohen motorisierten Individualverkehrs gewinnt die urbane Seilbahn in Städten als Ergänzung zum ÖPNV zunehmend an Bedeutung. Derzeit gibt es in zahlreichen Städten Deutschlands Planungen zum Bau von urbanen Seilbahnanlagen. Viele Städte stehen vor ähnlichen Problemstellungen und Herausforderungen einer verkehrsplanerischen und städtebaulichen Integration.

Ziel der Studie ist es,

  • allgemeingültige und übertragbare Planungsgrundlagen für die stadt- und verkehrsplanerische Integration urbaner Seilbahnprojekte zu schaffen und
  • einen Leitfaden für die Realisierung urbaner Seilbahnen als Bestandteil des ÖPNV zu erarbeiten.

Dabei werden Potenziale, Hemmnisse, Möglichkeiten und Lösungswege für eine städtebauliche Integration und verkehrsplanerische Implementierung urbaner Seilbahnen bzw. urbaner Seilbahnsysteme aufgezeigt.

77.0510/2017
Laufend
Generelle Methodik zur Abschnittsbildung bei der Erhaltung kommunaler Straßen

Aufgabe der kommunalen Baulastträger ist es, den wirtschaftlichen Werterhalt sowie die Sicherstellung der Gebrauchstauglichkeit und Verkehrssicherheit der Verkehrsinfrastruktur zu gewährleisten. Eine wichtige Grundlage für die Straßenerhaltung ist die Kenntnis des Straßenzustands und seiner zeitlichen Entwicklung. Im Rahmen des Erhaltungsmanagements wird u.a. der Oberflächenzustand von Verkehrsflächen mit periodischen messtechnischen und auch visuellen Zustandserkennungen erfasst. Die Bildung von zustandshomogenen, fahrstreifenbezogenen Abschnitten auf Grundlage der aus der messtechnischen oder visuellen Erfassung hervorgehenden Zustandsgrößen ist unerlässlich für ein Bauprogramm.

Nur mit einer schlüssigen und konsistenten Abschnittsbildung können technisch sinnvolle Erhaltungsmaßnahmen optimiert zu Schadensbereichen zugeordnet werden und das verfügbare Budget bestmöglich umgesetzt bzw. ein vorgegebenes Qualitätsziel möglichst effizient erreicht werden.

Ziel ist es daher, für die kommunale Straßenerhaltung ein praxisorientiertes Verfahren zur grundsätzlichen Vorgehensweise bei der Aggregation von Zustandsdaten letztlich zu Erhaltungsabschnitten unter Berücksichtigung der Erhebungsart (messtechnisch/visuell) und kommunalspezifischer Einflüsse zu entwickeln.

77.0512/2019
Laufend
Integration von öffentlichem und privatem Parkraummanagement

Knappe Parkplatzkapazitäten und Belastungen durch damit bedingte Parksuchverkehre wirken sich in vielen Städten negativ auf die Verkehrssituation und damit auch auf die Umweltbedingungen und Lebensqualität aus. Das städtische Parkraummanagement kann diesen Problemen bisher nur vereinzelt mit Intelligenten Verkehrssystemen (IVS) begegnen, z.B. durch örtlich eingegrenzte Parkleitsysteme. Neue Anwendungen im Bereich der IVS („Smart Parking“ / „Digitales Parken“) bieten jedoch vielversprechende Ansätze zur Unterstützung des städtischen Parkraummanagements. Bisher existieren in Deutschland nur vereinzelte Ansätze, wie die neuen IVS-Anwendungen mit dem städtischen Parkraummanagement integriert werden können.

Im Projekt sind Ansätze zur Integration bzw. Kooperation zwischen verschiedenen Akteuren des Parkraummanagements zu entwickeln und praxisnah zu demonstrieren. Dazu sind Grundlagen für eine solche Integration herzustellen und in Form einer Pilotanwendung vorzuführen. In der zugehörigen Pilotanwendung sind die Möglichkeiten, Wirkungen und ggf. Grenzen einer solchen Integration in einer abgeschlossenen Anwendungsumgebung (z.B. eine Stadt, ein Stadtteil oder ein Parkraumbewirtschaftungsgebiet) aufzuzeigen.

77.0516/2019
Laufend
Verfahren für die Engpass- und Mängelanalyse im städtischen Hauptverkehrsstraßennetz

Die Qualität des Verkehrsablaufs in Städten wird von der Gestaltung des Verkehrswegenetzes, der Verkehrsregelung/-steuerung und der Verkehrsnachfrage beeinflusst. Eine hohe Verkehrsnachfrage in der Hauptverkehrszeit führt in vielen Städten zu einer hohen Belastung der Knotenpunkte. Folgen davon sind Rückstaus, Stop & Go-Verkehr, der zu Zeitverlusten sowie erhöhten Emissionen führt. Aufgabe des Vorhabens ist es, ein Verfahren zu entwickeln, das unter Nutzung allgemein zugänglicher, kommerzieller Fahrtzeitdaten Engpässe im Netz lokalisiert und Mängelursachen identifiziert. Die Bewertung der Mängel soll mit den Ansätzen der „Richtlinien für die integrierte Netzgestaltung“ (RIN) und des „Handbuchs für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen“ (HBS) erfolgen. Durch die zunehmende Verfügbarkeit von Floating Car Data (FCD) ergeben sich alternative Möglichkeiten zur Beurteilung der Angebotsqualität und zu Engpassanalysen in städtischen Straßennetzen. Allerdings fehlen in der Planungspraxis bisher Vorgaben zum Umgang mit FCD im Hinblick auf die Anforderungen und die Verarbeitung.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es aufzuzeigen, wie die Datenquelle FCD für eine Engpassanalyse genutzt werden kann. Die Forschungsergebnisse sollen eine effizientere und praxistauglichere Möglichkeit zur Überprüfung der Erreichbarkeitsziele gemäß den RIN ermöglichen und eine Ergänzung der bisher im HBS beschriebenen Verfahren für Netzabschnitte bieten.

77.0517/2019
Laufend
Gestaltung innerörtlicher Verkehrswegenetze

Die Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (RIN, FGSV 2008) enthalten Regeln zur funktionalen Gliederung und zur Bewertung der Angebotsqualität vorrangig von zwischengemeindlichen Verkehrsnetzen sowie Qualitätsvorgaben zur Gestaltung von Verkehrsnetzen und Netzabschnitten. Diese Methoden zur zwischengemeindlichen Gliederung von Netzen werden für die Gestaltung von Straßennetzen auf der Ebene des Bundes und der Länder erfolgreich eingesetzt.

Für die innergemeindliche Anwendung der RIN existieren allerdings bisher nur wenige dokumentierte Untersuchungen aus denen abgeleitet werden kann, in welchem Maße die RIN-Methoden für die funktionale Gliederung innerörtlicher Verkehrswegenetze geeignet sind. Die Gestaltung innerörtlicher Verkehrsnetze erfordert ein integriertes Vorgehen, in dem die konkurrierenden Anforderungen der Stadtplanung, der Verkehrsplanung, des Verkehrsmanagements und des Umweltschutzes einbezogen werden müssen. Die Vorgehensweisen, mit der Netzabschnitten bestimmte Funktionen zugewiesen werden und mit denen Qualitäts- und Entwurfsstandards festgelegt werden, sind innerorts aufgrund der komplexeren Zusammenhänge weniger formalisiert als das außerorts der Fall ist. Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen die Methoden der RIN für die Gestaltung innerörtlicher Verkehrswegenetze angewendet, kritisch überprüft und um verkehrsplanerische Verfahren zur Gestaltung und qualifizierten Überlagerung von innerörtlichen Netzen erweitert werden, so dass den Planenden eine Vorgehensweise bei der innerörtlichen Netzgestaltung angeboten wird, die deren spezifischen Anforderungen berücksichtigt. Weiterhin sollen Methoden und Verfahrensbeschreibungen für eine effizientere und praxistaugliche Möglichkeit zur funktionalen Gliederung städtischer Verkehrswegenetze gemäß den RIN bereitgestellt werden.

77.0518/2019
Laufend
Nachhaltige Förderung des Radverkehrs im Winter durch optimierten Winterdienst

Zur Förderung der nachhaltigen Mobilität und der Reduzierung der Schadstoffbelastungen in den Städten ist der Radverkehr von erheblicher Bedeutung. In den letzten Jahren hat auch der Radverkehr im Winter spürbar zugenommen, da immer mehr Personen das Fahrrad ganzjährig als Alltagsverkehrsmittel nutzen. Doch die Rahmenbedingungen für den Radverkehr sind im Winter derzeit meist sehr schlecht. Die Gestaltung mancher Radverkehrsanlagen ist ungünstig für die Befahrbarkeit im Winter bzw. für die Durchführung des Winterdienstes.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens sind die Probleme (u. a. teilweisen Umweltvorbehalten gegen Tausalze, Schneeräumung ohne Benachteiligung anderer Verkehrsteilnehmer) zu analysieren und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln. Verschiedene bekannte oder neue Methoden zur Durchführung des Winterdienstes sollen speziell für die Anwendung auf Radwegen analysiert und anhand von Kosten-Nutzen-Analysen in Hinblick auf eine gewünschte erweiterte Radnutzung differenziert bewertet werden. Ziele des Vorhabens sind:

  • Empfehlungen zur praktischen Durchführung des Winterdienstes auf Radverkehrsanlagen,
  • Strategische Konzeption und Kriterien für die Ausweisung eines sicher befahrbaren und gut zu betreuenden Radwegenetzes im Winter,
  • Empfehlungen für die winterdienstfreundliche Planung und Gestaltung von Radverkehrsanlagen.

 

77.0521/2019
Laufend
Automatisierung und Digitalisierung der Verkehrssteuerung auf Hauptverkehrsstraßen in Städten kleiner und mittlerer Größenordnung

Das Verkehrsmanagement in Städten kleiner und mittlerer Größenordnung (< 50.000 Einwohner) ist oftmals veraltet und entspricht nicht mehr dem Stand der Technik. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, Handlungsempfehlungen sowie einen Praxisleitfaden für die Auswahl und die Einführung von Verkehrsmanagementmodulen in Städten kleiner und mittlerer Größenordnung zu erstellen. Hierfür sind die unterschiedlichen Ebenen der technischen Verkehrsinfrastruktur, der planerischen Verkehrssteuerung und die organisatorischen Aspekte für die Integration in den kommunalen Betrieb zu betrachten. Hinzu kommt eine Potentialabschätzung von bestimmten Verkehrssteuerungsmaßnahmen in Bezug auf die Verkehrsqualität und die Umwelt, bzw. die verkehrsbezogenen Emissionen. Als Besonderheit soll auch ein innovativer Aspekt einer dynamischen Geschwindigkeitsregelung innerorts untersucht werden. Eine Digitalisierung der Verkehrsinformationen ist dabei stets im Blick zu behalten. Die Untersuchungen sollen exemplarisch durch die Betrachtungen bei einer realen Beispielkommune veranschaulicht werden. Insgesamt soll die Digitalisierung und Vernetzung von Verkehrsinformationen vorangetrieben werden. Der Praxisleitfaden soll zudem Städte kleiner und mittlerer Größenordnung bei der Auswahl und Priorisierung von Modernisierungsmaßnahmen im Verkehrsbereich unterstützen.

77.0522/2019
Laufend
Wissenschaftliche Begleitung der Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr

Eine Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen (eKF) am Straßenverkehr war bis zum Sommer 2019 nicht gesetzlich geregelt. Deshalb liegen keine fundierten Erfahrungswerte darüber vor, welche Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen zu erwarten sind. Ziel der Studie ist die wissenschaftliche Begleitung der Teilnahme von eKF im Straßenverkehr sowie die Evaluierung der sich ergebenden Effekte. Kernfragen dieser Begleitung sind:

  • Wie ist die grundsätzliche Situation in Bezug auf Marktdurchdringung von eKF, Aufteilung in Miet- und Privatfahrzeuge, sowie VO- konforme und nicht konforme eKF in Deutschland und im Ausland?
  • Welche Merkmale charakterisieren die Nutzer?
  • Welche Aussagen zur Verkehrssicherheit gibt es? Dazu sollen Verkehrsbeobachtungen zur Analyse des Konfliktpotentials, des Verkehrsablaufs und des Nutzerverhaltens genutzt werden.
  • Welche Aussagen zum Unfallgeschehen können im Rahmen einer Unfallanalyse getroffen werden? Welche Verletzungsmuster und -schweren gibt es und wie ist die Wirkung von Schutzausrüstung zu bewerten?